Was Corona-Regeln mit Lean Management zu tun haben

Da zurzeit die gewünschten Ergebnisse ausbleiben, werden die bestehenden Corona-Regeln ausgiebigst in Frage gestellt und weitere, striktere Regeln gefordert.

Welche Corona-Regeln gelten doch gleich wo? Ab wann, bis wann, wer ist davon ausgenommen?

Wer nicht aufpasst, bekommt die eine oder andere Regelversionierung nicht mit.

Bei den Menschen erkenne ich verschiedene Verhaltensmuster:

Die Pflichtbewussten: Nehmen die Regeln an und befolgen sie. Vertrauen auf die Fachexperten, dass diese Regeln Sinn machen und die erwarteten Ergebnisse bringen.

Die Trickser: Sind eher auf Bußgeldvermeidung als auf Ansteckungsvermeidung fokussiert. Wenn die Kontrolle durch ist, ziehen sie sich grinsend die Maske von Mund und Nase.

Die aggressiven Ignoranten: Zeigen aller Welt, dass sie körperlich fit und überlegen sind und Viren an ihnen einfach abprallen.

Die Unsicheren: schauen, was die meisten tun und machen dies nach. Wollen mit niemandem anecken und haben keine Meinung zur Sinnhaftigkeit der Maßnahmen.

Wenn wir nun die bestehenden Regeln auf den Prüfstand stellen: brauchen wir dann zusätzliche neue Maßnahmen, oder sollten wir dafür sorgen, dass die bestehenden umgesetzt werden?

Diese Beobachtungen gelten nicht nur für die aktuelle Corona-Krise; sie treffen aus meiner Sicht ebenso auf die kontinuierliche Verbesserung, das Lean Management, im Unternehmen zu. Aussagen, das agilste Lean-Management mit Scrum-gesteuertem Kanban überhaupt zu haben, aber nur wenn die Chefs kommen, ist genauso wenig wert, wie die Aussage, wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen.

Die Akzeptanz bestehender Regeln steht und fällt mit den Ergebnissen. Wenn die Einhaltung dieser Regeln nicht ausreichend eingefordert und gelebt wird, werden sich die Ergebnisse nicht einstellen. Vom Sinn und der Notwendigkeit der Maßnahmen muss eine kritische Masse überzeugt werden. Hierzu müssen die Ängste und Einwände dieser Menschen ernst genommen und beantwortet werden. Das ist Führungsaufgabe und Changemanagement.

Sind die Maßnahmen gut durchdacht und geplant, müssen Sie konsequent umgesetzt werden. Danach ist zu prüfen, ob die erwarteten Ergebnisse eingetroffen sind. Wenn ja, weitermachen; wenn nicht, sind die Maßnahmen zu korrigieren und erneut konsequent umzusetzen. Dieser Kreislauf ist solange durchzuführen, bis die Ergebnisse eingetroffen sind!

Das gilt für die Bekämpfung der Corona-Pandemie genauso, wie für die Optimierung von Unternehmen, gehen wir es an!